Bei Amazon bekommt man noch MP3s ohne Kopierschutz. Das MP3-Format ist zwar nicht das beste aber die hier erhältlichen Dateien sind mit einer sehr hohen Bitrate (ca. 256 kbps) kodiert worden, so dass die Schwächen des MP3-Formates überhaupt nicht in Kraft treten.
Die MP3-Dateien kann man dort nicht direkt runter laden,
man bekommt dort nur eine “*.amz“-Datei,
mit der man dann die eigentlichen MP3-Dateien bekommt.
Dazu braucht man allerdings ein entsprechendes Programm.
Ich verwende am liebsten das kleine “clamz“, da es
bereits im Paketmanagement der meisten Distributionen
enthalten ist und keine großen Abhängigkeiten benötigt.
Installation des Download-Programmes:
# aptitude install clamz
herrunter laden:
# clamz AmazonMP3-1325368293.amz
Audiodatei um 10% verkürzen bzw. 10% schneller machen:
# soundstretch Audio.wav Audio_plus11proz.wav -tempo=+10
„technisch veraltet“
MPEG-1 Audio Layer 2 ist von 1994 bis 1995 das Standard-Audio-Format auf VCD's und der damals neuen DVD's gewesen.
Das Format wurde vom Advanced Television Systems Committee mit der Dokumentnummer A/52 international standardisiert und trägt somit offiziell den Namen ATSC A/52. Dolby Digital ist der Marketingname (oft abgekürzt zu DD). AC-3 schließlich bezeichnet das Bitstream-Format (Adaptive Transform Coder 3) und hat sich ebenfalls als Bezeichnung eingebürgert. Daher kommt auch die typische Dateiendung .ac3.
AC3 ist seit 1995 das Standard-Audio-Format auf DVD's, da es im Gegensatz zum vorherigen Audio-Format (MP2) mehr als 2 Audio-Kanäle unterstützt. Es ist (unter anderem) bei dem DivX/Xvid-Video-Format (MPEG-4 Part 2) ein mögliches Standard-Audio-Format.
Sein Nachfolger von Dolby Digital (AC3) ist Dolby Digital Plus.
Ich frage mich nur ob es bei AC-3 irgend welche rechtlichen Einschränkungen gibt, wie bei MP3. Bis jetzt habe ich nur den Hinweis auf der Webseite von ATSC gefunden, das die ATCS eine internationale, gemeinnützige Organisation ist, die kostenlose Standards für die digitale Fernsehtechnik entwickelt.
Auf der Webseite von Dolby wird auch ausdrücklich beschrieben, dass die Nutzung der //Dolby-Digital//-Technologie in Filmen, den Abschluss eines Dienstleistungsvertrages erfordert.
Wenn man sich die Lizenzbedingungen genauer durch liest, dann verstehe ich es so, dass nur für Hard- und Software Lizenzkosten anfallen, die Dolby-Technologie enthalten. Ich konnte auf der Dolby-Webseite allerdings nichts davon lesen, das auch für Produkte Lizenzkosten erhoben werden, die mit Hilfe von Dolby-Technologien erstellt wurden (DVD's oder Blu-Ray's).
An anderer Stelle im Internet wird soetwas zwar behauptet, auf der Dolby-Seite konnte ich es jedoch nicht finden. Möglicherweise haben sich die Lizenzkosten auch geändert und die Webseite mit dieser Behauptung wurde seit dem nur noch nicht aktuallisiert.
Ich würde sowieso nur die freie A/52-Bibliothek verwenden. Und solange nicht auf Datenträger, die Dolbi-Digital-codierten Inhalt enthalten, eine Lizenz erhoben wird, ist das kein Problem.
„technisch veraltet, aber sehr ausgereift“
MPEG-1 Audio Layer 3 ist (unter anderem) bei dem DivX/Xvid-Video-Format (MPEG-4 Part 2) ein Standard-Audio-Format. Bei der Verbreitung von MP3-Dateien fallen Lizenzkosten an, aus dem Grund wird MP3 vermehrt durch OGG/Vorbis und AAC verdrängt.
„technisch veraltet, sehr gute Qualität aber kaum unterstützt“
Musepack (ehem. MPEGplus) ist ein freier, auf MP2-Algorithmen basierender Codec zur verlustbehafteten Audiodatenkompression, der auf sehr gute Klangqualität bei hohen Bitraten hin optimiert wurde.
Er ist ein reiner Subband-Coder, so dass zunächst eher Ähnlichkeiten zu MPEG Layer 1 und 2 (MP1, MP2) als zum derzeit gebräuchlichsten Format MP3 bestehen. Das eigentliche Format - die Bitstromsyntax - beinhaltet effiziente Methoden zur verlustfreien Kompression. Zusammen mit einer Vielzahl von Erweiterungen und Optimierungen am psychoakustischen Modell erreicht das Format eine hervorragende, nahezu transparente Qualität bei Bitraten von ~160-170 kbps.
Das kostenlose Open-Source Programm ist für verschiedene Betriebssysteme verfügbar und wird von zahlreichen Rippern und Konvertern unterstützt. Auch die Wiedergabe mit Winamp und zahlreichen anderen Playern ist dank Plugins und DirectShow-Filter kein Problem.
Zum Zeitpunkt der Entstehung Musepacks (1997) verwendeten die verbreiteten Audiocodecs (wie der am weitesten verbreitete MP3-Codec) hauptsächlich konstante Bitraten, was sich insgesamt sehr negativ auf die Klangqualität auswirkte. Im Kontrast dazu verwendet Musepack ausschließlich variable Bitraten, wobei die Bitrate zwischen 3 und 1300 kbps schwanken kann. Des weiteren wurden verschiedene technische Neuerungen eingeführt wie z.B. Huffmann-Codierung, Noise Substitution und mehr. Aktuelle Codecs wie AAC unterstützen diese oder vergleichbare Verfahren inzwischen jedoch ebenfalls.
Musepackdateien haben die Dateinamenserweiterung mpc, mpp oder mp+. Metadaten werden in Form von APEv2-Tags angefügt.
„technisch gesehen besser als MP3 aber Entwicklungsseitig für Musik optimiert“
OGG/Vorbis ist bei dem Theora-Video-Format das Standard-Audio-Format. Es wird aber auch als ausschließliches Audio-Format verwendet, da es mehr leisten kann als das verbreitete MP3-Format und auch keine Lizenzkosten bei der Verbreitung anfallen, wie sie bei MP3 anfallen.
Unter den verschiedenen Audio-Kompressionsformaten präsentiert sich Ogg Vorbis als Alternative zu MP3. Der kostenlose und lizenzfreie Audio-Codec liefert hervorragende Qualität, sowohl bei niedrigen Bitraten, als auch bei der hochwertigen Audiokodierung.
Damit ist Ogg/Vorbis ein universeller Audio-Codec, der für Internetradio, portable Player und CD-Archivierung gleichermaßen geeignet ist. Als lizenzfreier Audio Codec ist Ogg Vorbis bereits in vielen Programmen fest integriert. Inzwischen gibt es auch vermehrt portable Player, die Ogg Vorbis abspielen.
Leider gibt es eine ganze Reihe an Codec-Tag's bei Vorbis, das ist an sich nicht schlimm, schlimm ist nur, dass die älteren davon in Filmen nicht mehr abgespielt werden können. Wobei ich unter „älter“ nicht 20 Jahre verstehe, hier wird zum Beispiel die Version mit dem Codec-Tag „0x6771“ (er ist von 2004, also nur ca. 5 Jahre alt) von keinem meiner Software-Video-Player mehr abgespielt! Es gibt aber noch mehr alte Vorbis-Tag's:
Allerdings kann ein reiner Audio-Player diese Codec's oft noch abspielen, wenigstens etwas…
Dieses Beispiel zeigt, dass OGG/Vorbis kein nachhaltiger Video-Codec ist!
Aus diesem Grund würde ich vorerst noch „MP3“ (LAME) oder „AAC“ (FAAC) verwenden.
„technisch das beste auf dem Endverbrauchermarkt (im Moment)“
Bei der Entwicklung von MPEG-4 Part 3 wurden die Schwächen des MP3-Verfahrens verringert, dessen Kodierungsverfahren verbessert und mit neuen Verfahren (sogenannten tools) ergänzt.
Bereits ab 64 kbit/s akzeptable, wenn auch eingeschränkte Stereo-Qualität. 96 kbit/s entsprechen guter UKW-Qualität, und 128 kbit/s gelten als CD-nah (hohe Transparenz).
Um AAC-komprimierte Inhalte zu verbreiten, sind (im Gegensatz zu MP3) keine Lizenzzahlungen notwendig. Allerdings müssen Hersteller einer Implementierung von AAC eine Lizenz erwerben. Aus diesem Grund wird Freie Software, die den Codec implementiert, nur im Quelltext verbreitet, um Patentverletzungen zu vermeiden.
Neben der Dateiendung .aac sind auch .mp4 und die von Apple verwendeten Endungen .m4a (Audiodateien), .m4b (Hörbuchdateien) oder .m4p (Audiodateien mit Kopierschutz) verbreitet.
AAC-Dateien sind bei gleicher Qualität wie MP3-Dateien, etwa um ein Viertel kleiner.
Es ist das neue MPEG-4/AVC Standard-Audio-Format.
Neben MP3 existieren zahlreiche weitere Audioformate. Das Format Ogg-Vorbis (Dateiendung .ogg) ist quelloffen und wird von den Entwicklern als im Gegensatz zu MP3 patentfrei bezeichnet. Vorbis hat sich bei technischen Analysen und in Blindtests gegenüber MP3 vor allem in niedrigen und mittleren Bitratenbereichen als überlegen erwiesen, während im hohen Bereich (um 256 kbit/s) der Vorsprung minimal ist. Außerdem bietet Ogg-Vorbis Mehrkanal-Unterstützung, und das Containerformat Ogg erlaubt zudem auch Video- und Textdaten.
Das freie, auf MP2-Algorithmen basierende Musepack (früher MPEGPlus) wurde entwickelt, um bei Bitraten über 160 kbit/s noch bessere Qualität als das MP3-Format zu ermöglichen. Es konnte sich aber nicht breit durchsetzen, da es auf die Anwendung im High-End-Bereich abzielt und im kommerziellen Bereich kaum unterstützt wird. Dateien im Musepack-Format erkennt man an der Erweiterung mpc oder mp+.
Advanced Audio Coding (AAC) ist ein im Rahmen von MPEG-2 und MPEG-4 standardisiertes Verfahren, welches von mehreren großen Unternehmen entwickelt wurde. Apple und RealMedia setzen dieses Format für ihre Online-Musikläden ein, und die Nero AG stellt einen Encoder für das Format bereit. Mit faac ist auch ein freier Encoder erhältlich. AAC ist bei niedrigen Bitraten bis etwa 160 kbit/s MP3 in der Klangqualität überlegen – je niedriger die Bitrate, desto deutlicher –, erlaubt Mehrkanal-Ton und wird von der Industrie (z. B. bei Mobiltelefonen und MP3-Playern) breit unterstützt.
Relevant sind im Moment praktisch nur
aptitude install cdparanoia vorbis-tools lame faac
| Größenvergleichswert | Encoder mit Parameter |
|---|---|
| 10 | oggenc -q 0 |
| 11 | lame -V 9 |
| 12 | oggenc -q 1 |
| 14 | faac -q 64 |
| 15 | lame -V 8 |
| 15 | oggenc -q 2 |
| 16 | faac -q 80 |
| 17 | lame -V 7 |
| 18 | oggenc -q 3 |
| 19 | faac -q 96 |
| 21 | oggenc -q 4 |
| 21 | lame -V 6 |
| 21 | faac -q 112 |
| 24 | lame -V 5 |
| 24 | faac -q 128 |
| 26 | oggenc -q 5 |
| 27 | faac -q 144 |
| 27 | lame -V 4 |
| 28 | faac -q 160 |
| 29 | faac -q 176 |
| 30 | oggenc -q 6 |
| 30 | lame -V 3 |
| 30 | faac -q 192 |
| 31 | faac -q 208 |
| 32 | lame -V 2 |
| 32 | faac -q 224 |
| 33 | oggenc -q 7 |
| 33 | faac -q 240 |
| 34 | faac -q 256 |
| 35 | lame -V 1 |
| 37 | oggenc -q 8 |
| 38 | lame -V 0 |
| 49 | oggenc -q 9 |
Ist der Größenvergleichswert in mehreren Zeilen gleich, bedeutet das, das die Encoder mit den entsprechenden Parametern in der rechten Spalte, aus einer WAVE-Datei ungefähr gleichgroße codierte Dateien erzeugen.
Zur Erstellung dieser Referenzwerte, die in der linken Spalte stehen (Größenvergleichswert), wurden 16 WAVE-Dateien mit festlicher Weihnachtsmusik codiert.
Da jeder hier verwendete Encoder unterschiedliche Eigenschaften hat, kann man von der Größe (bzw. dem Größenvergleichswert) nicht auf die Qualität der codierten Datei schließen!
Wenn man die aller Beste Qualität haben will, dann sollte man die Original-WAVE-Dateien verwenden oder eine verlustfreie Kompression wie zum Beispiel FLAC. Das halbiert den Platzbedarf ohne die Audiodaten zu verändern.
z.B. so:
# flac -8 -o test.flac test.wav
oder mit OGG-Audio-Container:
# flac -8 -o test.oga test.wav
Will man dagegen möglichst kleine Dateien haben, dann muss man Qualitätseinschränkungen in Kauf nehmen. In der Regel sind diese Qualitätseinschränkungen mit den modernen Kompressionsmethoden, für einen normalen Menschen, nicht hörbar.
Der Trick hierbei ist der, dass man bei der Kompression, der Audiodateien nur soviel Qualität wählt, wie unbedingt nötig. Hier ein paar Vorschläge die, für den normalen Menschen, vernünftige Ergebnisse liefern.
Sprache:
# lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" -V 6 datei.wav datei.mp3 # faac --title "Musiktitel" --artist "Sänger" --album "CD-Name" -w -q 100 -o datei.m4a datei.wav
Sprache (etwas bessere Qualität):
# lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" -V 5 datei.wav datei.mp3 # lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" --preset medium datei.wav datei.mp3 # faac --title "Musiktitel" --artist "Sänger" --album "CD-Name" -w -q 110 -o datei.m4a datei.wav
Film (Standardqualität):
# lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" -V 3 datei.wav datei.mp3 # lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" --preset standard datei.wav datei.mp3 # faac --title "Musiktitel" --artist "Sänger" --album "CD-Name" -w -q 140 -o datei.m4a datei.wav
Film (etwas bessere Qualität):
# lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" -V 2 datei.wav datei.mp3 # faac --title "Musiktitel" --artist "Sänger" --album "CD-Name" -w -q 160 -o datei.m4a datei.wav
Musik:
# lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" -V 1 datei.wav datei.mp3 # lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" --preset extrem datei.wav datei.mp3 # faac --title "Musiktitel" --artist "Sänger" --album "CD-Name" -w -q 220 -o datei.m4a datei.wav
Musik (etwas bessere Qualität):
# lame --tt "Musiktitel" --ta "Sänger" --tl "CD-Name" -V 0 datei.wav datei.mp3 # faac --title "Musiktitel" --artist "Sänger" --album "CD-Name" -w -q 280 -o datei.m4a datei.wav
So werden alle Titel von der CD als WAV auf die Platte kopiert:
# cdparanoia -B cdparanoia III release 10.2 (September 11, 2008)
Ripping from sector 0 (track 1 [0:00.00])
to sector 311659 (track 18 [4:35.69])
outputting to track01.cdda.wav
(== PROGRESS == [ | 004332 00 ] == :^D * ==)
# mplayer track01.cdda.wav
========================================================================== Opening audio decoder: [pcm] Uncompressed PCM audio decoder AUDIO: 44100 Hz, 2 ch, s16le, 1411.2 kbit/100.00% (ratio: 176400->176400) Selected audio codec: [pcm] afm: pcm (Uncompressed PCM) ==========================================================================
Die Xiph.Org Foundation ist eine gemeinnützige Organisation für die Entwicklung von freien Multimedia-Formaten, -Protokollen und -Standards. Die Stiftung wurde von Chris Montgomery gegründet, der auch das Ogg-Containerformat entwickelt hat.
Ursprünglich gab es für Audio's und Video's nur das Container-Format OGG, leider fehlten ihm wichtige Funktionen, die dann jemand anders rein-gehackt hat. Dieses neue Container-Format wurde OGM genannt. Mit diesem Hack war die Xiph.Org Foundation nicht besonders glücklich und so haben sie zwei neue Container-Formate geschaffen. Jetzt wird für Audio das Container-Format OGA und für Video das Container-Format OGV verwendet. OGM soll nicht mehr verwendet werden und gilt als überholt, leider verwendet der Software-Video-Player VLC noch dieses Container-Format.
Leider ist die OGG-Endung so populär, das niemand von den neuen Dateiendungen Gebrauch macht.
So wird die WAV-Datei in eine OGG/Vorbis-Datei konvertiert:
# oggenc -t "Song Titel" -a "Interpret" -l "Album" -q 8 -o track01.ogg track01.cdda.wav
# ls -lh -rw-r--r-- 1 root root 47M 2010-04-25 19:18 track01.cdda.wav -rw-r--r-- 1 root root 8,3M 2010-04-25 20:46 track01.ogg
# mplayer track01.ogg
========================================================================== Opening audio decoder: [tremor] Ogg/Vorbis audio decoder AUDIO: 44100 Hz, 2 ch, s16le, 499.8 kbit/35.42% (ratio: 62477->176400) Selected audio codec: [tremor] afm: tremor (OggVorbis audio) ==========================================================================
Das -q 10 steht für beste Qualität, was aber auch bedeutet, das die Dateien recht groß sind.
Sollen die Dateien kleiner werden, dann muss man eine etwas niedrigere Qualität einstellen. Im folgenden wird die durchschnittliche Datenrate bei den einzelnen Qualitätsangaben aufgelistet:
# ls -lh -rw-r--r-- 1 root root 47M 2010-04-25 19:18 track02.cdda.wav -rw-r--r-- 1 root root 14M 2010-04-26 00:19 track02_q10.ogg -rw-r--r-- 1 root root 11M 2010-04-26 00:17 track02_q9.ogg -rw-r--r-- 1 root root 8,3M 2010-04-26 00:17 track02_q8.ogg -rw-r--r-- 1 root root 6,7M 2010-04-26 00:16 track02_q7.ogg -rw-r--r-- 1 root root 5,4M 2010-04-26 00:16 track02_q6.ogg -rw-r--r-- 1 root root 4,4M 2010-04-26 00:15 track02_q5.ogg -rw-r--r-- 1 root root 3,5M 2010-04-26 00:15 track02_q4.ogg -rw-r--r-- 1 root root 3,3M 2010-04-26 00:15 track02_q3.ogg -rw-r--r-- 1 root root 2,8M 2010-04-26 00:14 track02_q2.ogg -rw-r--r-- 1 root root 2,5M 2010-04-26 00:14 track02_q1.ogg -rw-r--r-- 1 root root 2,0M 2010-04-26 00:13 track02_q0.ogg
Leider legen die Entwickler den Schwerpunkt auf die Musik, so das die Mehrkanalton-Qualitäten, die für den Videobereich interessant sind, leider noch nicht ausgereift sind. Auch werden die älteren Vorbis-Versionen (von 2003/2004) schon längst nicht mehr von Software-Videoplayern unterstützt, nur noch von einigen reinen Audioplayern.
Also als Video-Tonspur ist dieser Codec nicht zu empfehlen, dafür sollte man entweder weiterhin MP3 oder AAC einsetzen.
Möchte man lieber MP3-Dateien, dann geht das so:
# lame --tt "Song Titel" --ta "Interpret" --tl "Album" -q 0 -V 0 track01.cdda.wav track01.mp3 LAME 3.98.2 32bits (http://www.mp3dev.org/) CPU features: MMX (ASM used), SSE (ASM used), SSE2 Using polyphase lowpass filter, transition band: 19383 Hz - 19916 Hz Encoding AMARICAN_EULOGY.wav to AMARICAN_EULOGY.mp3 Encoding as 44.1 kHz j-stereo MPEG-1 Layer III VBR(q=0)
# ls -lh -rw-r--r-- 1 root root 11M 2010-04-22 17:43 track01.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 55M 2010-04-22 16:40 track01.cdda.wav
Wichtig ist mir hier der Parameter “-q 0“, er steht für die Qualität der eingesetzten Algorithmen zur Berechnung der Rauschformung. „0“ steht hier für den besten Algorithmus, der beim transcodieren allerdings auch der langsamste ist. Ich persönlich habe hier allerdings keinen nennenswerten Rechenzeitunterschied, zu den anderen q-Werten, fest stellen können. Die Rauschformung filtert das Quantisierungsrauschen eines digitalen Musiksignals nach psychoakustischen Vorgaben.
# mplayer track01.mp3
========================================================================== Opening audio decoder: [mp3lib] MPEG layer-2, layer-3 AUDIO: 44100 Hz, 2 ch, s16le, 128.0 kbit/9.07% (ratio: 16000->176400) Selected audio codec: [mp3] afm: mp3lib (mp3lib MPEG layer-2, layer-3) ==========================================================================
Unter Verwendung von VBR (Variable bitrate) soll man die besten Ergebnisse erziehlen! Hier gibt es vier Einstellungen, die man sich merken sollte:
Wobei -V 0 von den vieren die beste Qualität liefert und medium die kleinsten Dateien. Will man noch kleinere Dateien, dann sollte man am besten den Wert für -V erhöhen. Im folgenden habe ich mit den drei vordefinierten Profilen und allen V-Werten zwischen 0 und 9 eine Tonspur transkodiert. Die Datei mit der besten Qualität steht ganz oben (das Original), alle anderen sind übersetzt worden und sind in der Qualität nach unten absteigend:
# ls -lh -rw-r--r-- 1 root root 47M Apr 24 01:34 track02.cdda.wav -rw-r--r-- 1 root root 7.2M Apr 25 22:34 track02_V0.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 6.9M Apr 25 23:01 track02_extreme.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 6.4M Apr 25 22:50 track02_V1.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 5.9M Apr 25 22:51 track02_V2.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 5.6M Apr 25 23:00 track02_standard.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 5.5M Apr 25 22:51 track02_V3.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 5.1M Apr 25 22:51 track02_V4.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 4.8M Apr 25 22:59 track02_medium.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 4.6M Apr 25 22:51 track02_V5.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 4.2M Apr 25 22:51 track02_V6.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 3.5M Apr 25 22:52 track02_V7.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 3.0M Apr 25 22:52 track02_V8.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 2.1M Apr 25 22:52 track02_V9.mp3
Alternativ kann man auch die Average Bitrate (ABR) angeben. Hier sind die Dateigrößen leichter kalkulierbar, aber die maximale Qualität bei gegebener Dateigröße ist geringer als beim VBR-Verfahren.
# lame -q 0 --abr 256 track02.cdda.wav track02_abr_256.mp3
# ls -lh -rw-r--r-- 1 root root 47M Apr 24 01:34 track02.cdda.wav -rw-r--r-- 1 root root 7.7M Apr 25 22:42 track02_abr_256.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 5.6M Apr 25 22:41 track02_abr_192.mp3 -rw-r--r-- 1 root root 3.6M Apr 25 22:39 track02_abr_128.mp3
Möchte man lieber AAC-Dateien, dann geht das so:
# faac --tns -o track01.aac track01.cdda.wav Freeware Advanced Audio Coder FAAC 1.28 Quantization quality: 100 Bandwidth: 16000 Hz Object type: Low Complexity(MPEG-2) + TNS + M/S Container format: Transport Stream (ADTS)
Ohne die Parameter “-r“ oder “-w“ und mit der Endung “.aac“ wird der Datenstrom in einen ADTS-Container (Transport-Container) geschrieben.
# faac -r --tns -o track01.aac track01.cdda.wav Freeware Advanced Audio Coder FAAC 1.28 Quantization quality: 100 Bandwidth: 16000 Hz Object type: Low Complexity(MPEG-2) + TNS + M/S Container format: Headerless AAC (RAW)
Mit dem Parameter -r wird angegeben, dass die Daten RAW (Headerless AAC) geschrieben werden.
So wird eine gleichmäßige Qualität von ca. „256 kbps“ festgelegt, der Rest ist dynamisch:
# faac -r --tns -q 256 -o track01_256.aac track01.cdda.wav Freeware Advanced Audio Coder FAAC 1.28 Quantization quality: 256 Bandwidth: 22050 Hz Object type: Low Complexity(MPEG-2) + TNS + M/S Container format: Headerless AAC (RAW)
Mit dem Parameter -q 256 wird die durchschnittliche Datenrate von 256 kbps angegeben.
Mit dem Parameter –tns wird die Rauschunterdrückung aktiviert.
Mit dem Parameter -q wird die gewünschte Qualität angegeben, „100“ soll ca. „120 kbps“ entsprechen. Meine Erfahrung nach kann man das aber ungefähr gleich setzen (100=100). Die möglichen Übergabewerte liegen hier zwischen „10“ und „500“.
Eine gleichmäßige Qualität von ca. 256 kbps im Blu-Ray-kompatibelen Format (Low Complexity (MPEG-4)):
# faac --tns -q 256 -o track01_256.m4a track01.cdda.wav Freeware Advanced Audio Coder FAAC 1.28 Quantization quality: 256 Bandwidth: 22050 Hz Object type: Low Complexity(MPEG-4) + TNS + M/S Container format: MPEG-4 File Format (MP4) Encoding track01.cdda.wav to track01_256.m4a
Ohne die Parameter “-r“ oder “-w“ und mit einer MPEG4-Endung (.mp4, .m4a, m4b) wird der Datenstrom in einen MP4-Container geschrieben. Das selbe passiert unter Angabe des Parameters “-w“.
Ein MP4-Container ist unbedingt erforderlich, wenn man die ID3-Tags in der Datei beschreiben möchte. Zu empfehlen ist der MP4-Container auch dann, wenn man diese Audio-Spur mit einer Video-Spur zusammen muxen möchte (z.B. mit MKVMerge)!
Der Parameter -q 160 ist ein guter Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße:
# faac -q 160 -o track01_160.aac track01.cdda.wav Freeware Advanced Audio Coder FAAC 1.26.1 (Aug 16 2008) UNSTABLE Quantization quality: 160 Bandwidth: 22050 Hz Object type: Low Complexity(MPEG-2) + M/S Container format: Transport Stream (ADTS) Encoding track01.cdda.wav to track01_160.aac
# du -sk track01* 1157978 track01.cdda.wav 118619 track01.aac 182539 track01_256.aac 183692 track01_256.m4a
Die Datei track01_160.aac habe ich nicht gemessen aber ihre Größe dürfte sich (in diesem Beispiel) in dem Bereich zwischen 148000 kB und 158000 kB bewegen.
Die oben gezeigten Werte, sollte man sowieso nicht als absolut annehmen, da der Kompressionsfaktor stark von der Art der Musik abhängig ist.
5.1 Kanäle aus der WAVE-Datei erhalten und in eine 5.1 AAC-Datei (M4A) übertragen:
# faac -I 5,6 -C 6 -q 160 -w -o tonspur.m4a tonspur.wav
Als erstes legt man die CD ins Laufwerk und dann startet man dieses Script mit den beiden Parametern:
… dann legt es los und man hat am Ende ein Verzeichnis rip in dem die Musik von der CD als WAV-, OGG- und MP3-Dateien drin liegen.
zum Beispiel so:
# ./cdrip.sh "FALCO" "The Spirit Never Dies"
Wichtig ist, dass die doppelten Anführungszeichen nicht vergessen werden, wenn die Bezeichnungen Leerzeichen enthalten!
#!/bin/sh
if [ -z "${2}" ] ; then
echo "${0} [Artist/Interpret] [Album]"
exit 0
fi
mkdir rip || exit 1
cd rip
cdparanoia -B
ls *.wav | tr -s '.' ' ' | while read TITLE REST
do
### MP3
#lame --tt "${TITLE}" --ta "${1}" --tl "${2}" -V 5 ${TITLE}.cdda.wav ${TITLE}.mp3
#lame --tt "${TITLE}" --ta "${1}" --tl "${2}" -V 4 ${TITLE}.cdda.wav ${TITLE}.mp3
lame --tt "${TITLE}" --ta "${1}" --tl "${2}" -V 2 ${TITLE}.cdda.wav ${TITLE}.mp3
### OGG/Vorbis
#oggenc -t "${TITLE}" -a "${1}" -l "${2}" -q 5 -o ${TITLE}.ogg ${TITLE}.cdda.wav
#oggenc -t "${TITLE}" -a "${1}" -l "${2}" -q 6 -o ${TITLE}.ogg ${TITLE}.cdda.wav
oggenc -t "${TITLE}" -a "${1}" -l "${2}" -q 7 -o ${TITLE}.ogg ${TITLE}.cdda.wav
### AAC
#faac --title "${TITLE}" --artist "${1}" --album "${2}" -q 128 -w -o ${TITLE}.m4a ${TITLE}.cdda.wav
#faac --title "${TITLE}" --artist "${1}" --album "${2}" -q 160 -w -o ${TITLE}.m4a ${TITLE}.cdda.wav
faac --title "${TITLE}" --artist "${1}" --album "${2}" -q 192 -w -o ${TITLE}.m4a ${TITLE}.cdda.wav
done