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Ingres

Ingres ist lange Zeit kommerziell vertrieben worden. Seit Ihrer Freigabe ist sie die einzige DB, mit ausgewachsenen Enterpriese-Funktionen. So besitzt Ingres zum Beispiel einen hervorragenden Optimierer, der es möglich macht lange SQL-Aufrufe sehr schnell abzuarbeiten. Ebenso kann sie ohne Erweiterungen (out of the Box) Datenbanken replizieren. Diese Funktion wurde erst in der MySQL-Version 5, recht unvollständig implementiert, sowie in der PostgreSQL-Version 8.5 nativ.

Geschichte

Ingres (1977-1985) => Ingres 6.4 => OpenINGRES => IngresII => Ingres 2006 => Ingres Icebreaker
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   +-=> Postgres (1985-1994) => Postgre95 (1994-1996) => PostgreSQL (seit 1996)

Ingres war in den Versionen 6.4 und IngresII lange Zeit ein häufig eingesetztes DBMS, hauptsächlich im Rechenzentrumsbetrieb von Universitäten und anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Eine Zeitlang konnte es sich wegen günstiger Lizenzierungskosten noch gegen die Dominanz von Oracle behaupten. Mit der Begründung, die Leistungsfähigkeit von Ingres sei vergleichbar mit anderen großen DBMS, wurden vor einigen Jahren die Lizenzgebühren stark angehoben, wodurch ein Hauptvorteil gegenüber Oracle verloren ging. In der Folge wurden Ingres-Installationen immer mehr durch Oracle-Implementierungen ersetzt. (Weltweit im Jahr 2004 nur noch ca. 15000 Installationen). Um den völligen Untergang von Ingres zu stoppen, wurde ab Version Ingres r3 Ingres als Open Source Software freigegeben. Ein großes Interesse, Ingres 2006 einzusetzen, ist aber bisher noch nicht festzustellen.

Neben den geringen Lizenzgebühren hatte IngresII gegenüber etwa Oracle den Vorzug eines geringeren Resourcenbedarfs, weshalb es auch auf kleineren Maschinen eingesetzt werden konnte. Nachteile waren die schwierigere Bedienbarkeit, die geringere Zahlen von Plattformen, auf denen dieses System lief, und weniger Ingres-fähige Applikationen. Mit verantwortlich für den Niedergang war das unzureichende Marketing durch Computer Associates, und der daraus resultierende fehlende Umsatz, sowie auch ein Mangel an IT-Technikern, die dieses System beherrschen und im Bedarfsfall zum Soforteinsatz herangezogen werden konnten.

  • 1977: Ingres-Projekt (unter der Regie von Mike Stonebreaker an der University of California, Berkeley)
  • 1982: Ingres wurde von Michael Stonebraker kommerziell zu vertrieben
  • 1985: Michael Stonebraker kehrte zur Universität in Berkeley zurück um Ingres weiter zu entwickeln
  • ….: Ingres r3 (3.0) (unter der „CA Trusted OpenSource License“)
  • 2006: Ingres 2006 (unter der GPL version 2 Lizenz)
  • ….: Ingres Icebreaker (Integriertes Softwareinsturment, als Kombination der Ingres Datenbank mit dem Linux Betriebssystem, wobei die Nutzer befähigt werden, simultan eine Datenbank und ein Betriebssystem anzuwenden und zu verwalten)

Links

 
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